Wo ich drei Kreuze mache, weil’s vorbei ist -
und ich es wider Erwarten überlebt habe:

1969
schon seit ich neun Monate alt war, bereitete ich mich intensiv auf das Ziel, Schach-Weltmeister zu werden, vor. Zur Zeit bin ich noch dabei, mich an die Dimensionen des Spielfeldes zu gewöhnen. Dabei muss man sich Zeit lassen. Ungefähr 100 Jahre sind angemessen, glaube ich.

1969
um später beste Chancen auf dem Heiratsmarkt zu haben, bereitete meine Mutter mich früh auf gepflegte Esskultur vor. Nach ausführlichem theoretischem Studium des Knigge geht es hier an die praktischen Übungen...

1969
...die allerdings nicht ganz zufrieden stellend ausfallen. Nach gut drei Jahrzehnten Praxis bin ich allerdings inzwischen in der Lage, gut neunzig Prozent der Nuss-Nougat-Creme in den Mund statt an den Mund zu befördern (ob die anfänglichen Probleme durch einen Druckfehler in der damaligen Ausgabe des Knigge verursacht wurden - oder ob die Umstellung von Nutella auf Nusspli den durchschlagenden Erfolg brachte, lässt sich nicht mehr feststellen).

1974
Vor der Einschulung konnte niemand von mir verlangen, das Wort Emanzipation zu kennen, buchstabieren zu können oder gar zu leben. Deshalb schaut Ira so gequält, weil ich ihr keinen Platz auf meiner Schaukel lasse.

1978
Für die angestrebte Butlerausbildung (inspiriert natürlich durch die unglaublich aufregenden Edgar Wallace-Filme mit Eddi Arent) wurden nach meiner Kommunion schon mal Bewerbungsfotos aufgenommen

1979
I
ch bereite mich auf eine Südostwest-Grönland-
Expedition durch Bau eines Iglus in Werdohl mit Kater Peter vor

1980
Vorbereitung auf gefährliche Raubtiere  im Dschungel Sumatras mit Kater Peter

Vorbereitung der geplanten Weltumsegelung im offenen Ruderboot (leider gescheitert, weil Vetter Jochen, Vetter Guido und noch fetter Frank bei der Vorbereitung irgendwas vergessen haben. Worauf schwimmt so ein Boot eigentlich?)

1981
 Vorbereitungscamp zur Panamericana nonstop mit Miami-blauem Golf, mir, Mutter und Wolf, dem Wohnwagen

1981
Projektierte Madagaskar-
Durchquerung - hier Vater und Mutter bei der Vorbereitung auf Helgoland

1981
Kapitänspatent angestrebt (hier bei der Vorbereitung auf der Fähre Cuxhaven - Helgoland)

1983
Immer noch auf schwankenden Planken unterwegs. Immerhin schon mit passender Mütze und stilechtem Hemd!

1984

Tauchexpedition zur Titanic angedacht (hier bei der Vorbereitung in irgendsom Hafen)

1985
Der einzige öffentliche Auftritt. Als Froschkönig beim Schulfest des Albert-Schweizer-Gymnasiums. Nach dem Schattenspiel wurde gleich ein Scherenschnitt (hinten links) angefertigt. Unter Protest der Scherenschneider, weil sie ein doppelt so großes Papier nehmen mussten. Sonst hätten sie meine hübsche Nase nicht unterbringen können. Weil alle mich auslachten, habe ich mir dies Pistole gekauft.

Die schlimmsten Fotos entstehen, wenn gewisse Subjekte - sehr treffend “Digideppen” gennant - sich mit ihrer Knippskiste selbst ablichten. Wie selten dämlich sowas ausschaut - hier gibt’s die ganze Wahrheit!