Hab’ mein Wagen voll geladen...

gut, dass keiner den Ton eingeschaltet hat, sonst würde Euch jetzt Hoch auf dem gelben Wagen und eben der voll Geladene um die Ohren dröhnen. Man sieht hier den definitiven Beweis: 32 Liter BayXX Tankrucksack, 35 Liter Hein Gericke Gepäckrolle, zwei 24 Liter Ortlieb-Satteltaschen - und meine 75 Kilo passen auch noch dazwischen. Das alles sicher und ohne Gepäckträgr, Netz und doppelten Boden. Genug Platz, um sich für sintfluartige Regenfälle zu rüsten. Selbige haben mich am Abreisetag voll erwischt. Abends herrlichstes Wetter. Morgens um halb sechs war ich wach, hörte leises Tröpfeln. Du kannst am freien Sonntag nicht vor Sonnenaufgang aufstehen, dachte ich bei mir. Dreht mich noch dreimal rum, denn so ein paar Tropfen...

Als dann der Platz drei Zentimeter hoch unter Wasser stand, war ich nur wenig beunruhigt. Vier Stunden von Zuhause entfernt, maximal. Kein Problem. Ich ziehe mir erstmal mein Hose an und dann... Hose? Vor-dem-ersten-Kaffee-nachdenk. Denk. Zum Lüften über den Lenker gehängt, die Handschuhe über die Spiegel gezogen, die Stiefel unter die Suzi. Vor dem Wachsein kriecht die Panik dankenswerterweise langsam und zaghaft. Aber die Ohrfeigen sind die gleichen: Hätte ich doch bloß..

Also Schlafanzughose anlassen, Einweghandtücher in vom Regen gut gewaschene Handschuhe und Stiefel stecken, in die klatschnasse Hose rutschen. Und dann doch auf’s Bike und trotz Regen und nassen Klamotten den Spaß an der Kurve. Früher, ohne wasserdichte Stiefel und doppellagige Regenkombi wurde es auch oft feucht. Was soll’s!